Lehre @ TU

Übersicht

Übersicht:

  1. Seminar Krisen-, Sicherheits- und Friedenstechnologie (WS, 3S, 4CP)
  2. Seminar Cyber-Sicherheit, -Krieg und -Frieden (SS, 3S, 4CP) (Moodle)
  3. Informationstechnologie für Frieden und Sicherheit (WS, 4IV, 6CP)
  4. Sicherheitskritische Mensch-Computer-Interaktion (SS, 4IV, 6CP) (Moodle)
  5. Praktikum Sicherheits-, Friedens- und Kriseninformatik (WS+SS, 4P, 6CP) (Moodle)
  6. Projektpraktikum Friedens- und Kriseninformatik (WS+SS, 6P, 9CP) (Moodle)
  7. Oberseminar Wissenschaft und Technik für Frieden und Sicherheit (WS+SS, 2OS) (Moodle) [Für Bachelor- und Masterarbeiten]

Wichtig: Alle Informationen sind im jeweiligen Moodle-Kurs verfügbar. Um dort Zugriff zu erlangen, müssen Sie sich in TUCaN für den Kurs anmelden.

Ziel

Unsere Lehrveranstaltungen adressieren Themen im Bereich Wissenschaft und Technik für Frieden und Sicherheit. Grundsätzlich bestreben wir Forschung und Lehre eng miteinander zu verbinden, um Studierende anhand forschungsnaher Themenstellungen auszubilden. Hierdurch entstehen häufig in Co-Autorenschaft veröffentlichte Ergebnisse, die bereits mehrfach Anerkennung gefunden haben, z.B. im Kontext wissenschaftlicher Best Student Paper Awards (2015; 2013).

Viele unserer Lehrveranstaltungen richten sich sowohl an Studierende der Informatik, als auch der Internationalen Studien/Friedens- und Konfliktforschung sowie Wissenschafts- und Technikforschung. Sie sollen ebenfalls für andere Studiengänge offen sein (Anrechenbarkeit dort nach Absprache)

Bachelor-/Master-Thesis

Bachelor- und Masterarbeiten: Wissenschaft und Technik für Frieden und Sicherheit

Das Fachgebiet Wissenschaft und Technik für Frieden und Sicherheit (PEASEC) im Fachbereich Informatik sowie Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften der Technischen Universität Darmstadt verbindet Informatik mit Friedens- und Sicherheitsforschung.

Wir beziehen Studierende aktiv in unsere Forschung ein, um so interessante Abschlussarbeiten in diesen Themenbereichen anbieten zu können:

  • (Informationstechnische) Friedens- und Konfliktforschung, Cyberwar/-Peace/-Security, Attribution von Cyberangriffen, Verifikation, Cyber Arms Control, vertrauensbildende Maßnahmen, Dual-Use-Problematik in der IT
  • (Sicherheitskritische) Mensch-Computer-Interaktion, Usable Cryptography und Security, soziale Medien und kollaborative Technologien (CSCW) in Krisen, Konflikten und im Katastrophenschutz, Social Media Analytics, Maschinelles Lernen, Open Source Intelligence, Fake News
  • Resiliente (kritische) Infrastrukturen, betriebliches Kontinuitätsmanagement, digitalisierte Landwirtschaft, dezentrale Infrastrukturen und mobile (Ad-Hoc-)Netzwerke, Smart Contracts, Vulnerabilität

Eine Abschlussarbeit bei uns bietet Ihnen diese Vorteile:

  • interessante Themen durch Arbeiten zu aktuellen Forschungsthemen
  • intensive (interdisziplinäre) Betreuung (individuelle Beratungstermine, Oberseminar für Gruppenfeedback, Einbindung in Forschungsprojekte)
  • vielfältige Perspektiven nach der Abschlussarbeit bei Partnern aus der Praxis oder als stud. oder wiss. Hilfskraft oder wiss. Mitarbeiter zur Promotion

Zielgruppe: Studierende aller Informatik-Studiengänge (B.Sc./M.Sc.) sowie Internationale Studien/ Friedens- und Konfliktforschung (M.A.)

Aktuelle Themenbeispiele:

Bei Interesse melden Sie sich gerne (mit Themeninteresse, CV und Leistungsauszug) unter thesis@peasec.de.

Seminare

Seminar Krisen-, Sicherheits- und Friedenstechnologie (WS) (1024-se)

jedes Wintersemester, 3 SWS, erweitertes Seminar 4 CP

Seminar Cyber-Sicherheit, -Krieg und -Frieden (SS) (1024-se)

jedes Sommersemester, 3 SWS, erweitertes Seminar 4 CP

Im Seminar werden fortgeschrittene Themen im Fachgebiet „Wissenschaft und Technik für Frieden und Sicherheit“ (PEASEC) bearbeitet. Basierend auf einer Einführung in grundlegende Konzepte und einer Auffrischung der Techniken wissenschaftlichen Arbeitens werden Themen zur eigenständigen Bearbeitung vergeben, die sich an der aktuellen Forschung orientieren. Diese werden in enger Betreuung bearbeitet. Im Rahmen der Veranstaltung entstehende Arbeiten werden im Anschluss mithilfe eines Review-Verfahrens gegenseitig überprüft, anschließend überarbeitet und abschließend vorgestellt und diskutiert.

Qualifikationsziele/Kompetenzen:

Studierende verstehen nach erfolgreichem Besuch der Veranstaltung die technischen und theoretischen Grundkonzepte informatischer Konzepte für Frieden und Sicherheit. Insbesondere lernen sie:

  • Grundlagen der Friedens-, Konflikt-, und Sicherheitsforschung aus Blickwinkel der Informatik
  • Herausforderungen der IT-Gestaltung und –Nutzung im Kontext von Frieden und Sicherheit
  • Methoden zur Entwicklung sicherheitskritischer Mensch-Computer-Interaktion
  • Selbstständige Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Texten
  • Verfassen wissenschaftlicher Ausarbeitungen – Begutachtung wissenschaftlicher Texte

Ablauf:

  1. Fachliche Einführung mit Themenvorstellung
  2. Methodenvorlesung mit Themenvergabe
  3. Verfassen eines kurzen Exposés
  4. Mehrere Individualtermine zur Besprechung
  5. Abgabe einer ersten vollständigen Version
  6. Peer-Review durch Lehrende und Studierende
  7. Konferenz: Präsentation als Blockveranstaltung
  8. Abgabe des Papers am Semesterende

Aktuelle Themen finden Sie unter „Grundsätzliches/Themen“.

Aus der Studienordnung: Seminare dienen der Vertiefung der Ausbildung in einem Fachgebiet, dem Verfeinern der Vortragstechnik sowie der Anleitung zu kritischer Sachdiskussion von Forschungsergebnissen. Ein Seminar hat einen Umfang von 3 CP (Creditpoints). Erweiterte Seminare haben einen Umfang von 4 CP. Bei diesen Seminaren wird erwartet, dass ein Peer-Review-Prozess implementiert ist (gegenseitiges Begutachten der Beiträge).

(Projekt-)Praktikum

(Projekt-)Praktikum Friedens- und Kriseninformatik (1020-pr und 1027-pp)

jedes Semester, 4-6 SWS, Praktikum 6 CP, Projektpraktikum 9 CP

Das (Projekt-)Praktikum beinhaltet Entwicklungsthemen aus der aktuellen Forschung des Fachgebiets „Wissenschaft und Technik für Frieden und Sicherheit“ (PEASEC). Neben einem generellen Überblick über aktuelle Themen wird ein tiefgehender Einblick in ein spezielles Entwicklungsgebiet vermittelt. Die Themen bestimmen sich aus den spezifischen Arbeitsgebieten der Mitarbeiter und vermitteln technische und einleitende wissenschaftliche Kompetenzen. Die Bearbeitung erfolgt in kleinen Gruppen.

Qualifikationsziele/Kompetenzen:

Die Fähigkeit eine praktische Aufgabe ggf. im Team erfolgreich nach Vorgabe zu bearbeiten und deren Ergebnisse angemessen zu präsentieren. Beispiele sind:

  • Anforderungserhebung und (empirische) Vorstudien
  • Konzeption und Implementierung innovativer Anwendungen
  • Evaluation und Weiterentwicklung bestehender Anwendungen

Aus der Studienordnung:

  • Praktika sind Veranstaltungen in kleinen Gruppen zum Erlernen rationeller Teamarbeit und der exemplarischen Bearbeitung eines komplexen Problems.“ (Studienordnung)
  • „In einem Projektpraktikum wird eine Thematik in Gruppen bearbeitet mit dem Ziel ein gemeinsames zweckorientiertes Produkt zu erstellen. Die Studierenden bestimmen Meilensteine und Arbeitsabläufe weitgehend selbst. Teilaufgaben für das Projekt sollen arbeitsteilig, kooperativ und methodisch geplant bearbeitet werden. Die Lehrenden unterstützen und leiten im notwendigen Umfang zur Projektarbeit an. Zu jedem Projektpraktikum gehört auch eine Präsentation der erzielten Ergebnisse.“ (Studienordnung)

Im (Projekt-)Praktikum werden fortgeschrittene praxisorientierte Themen vergeben, die sich an aktuellen Forschungsinteressen orientieren, die die Studierenden in eigenen Projekten umsetzen sollen. Aktuelle Themen finden Sie unter „Grundsätzliches/Themen“.

Oberseminar

Oberseminar Wissenschaft und Technik für Frieden und Sicherheit (Bachelor-/Master-Thesis) (1021-os)

jedes Semester, 2 SWS (OS)

Das Oberseminar dient dem Austausch aktueller Forschungsergebnisse aus dem Themenbereich des Fachgebiets „Wissenschaft und Technik für Frieden und Sicherheit“ (PEASEC). Dies beinhaltet methodische oder thematische Einführungen aktueller wissenschaftlicher Bereiche, die Vorstellung aktueller Ergebnisse von Doktoranden der Fachgruppe sowie von Bachelor- und Masterstudenten, die im Rahmen von Qualifikationsarbeiten (Dissertationen, Masterarbeiten, Bachelorarbeiten) erzielt wurden – oder noch in Bearbeitung sind. Weiterhin finden in diesem Rahmen Gastvorträge aus Wirtschaft und Forschung statt.

Qualifikationsziele/Kompetenzen:

  • Durchführen von Literaturstudien
  • Identifikation wissenschaftlicher Forschungslücken
  • Formulierung von Forschungsfragen und Hypothesen
  • Planung wissenschaftlicher Arbeiten / Verfassen eines Exposés
  • Auswahl und Anwendung wissenschaftlicher Methoden
  • Wissenschaftliche Arbeit in der Informatik
  • Verfassen wissenschaftlicher Texte
  • Begutachtung wissenschaftlicher Texte

IV: IT-Frieden-Sicherheit

Informationstechnologie für Frieden und Sicherheit (1026-iv)

jedes Wintersemester ab 2018/2019, 4 SWS (Integrierte Veranstaltung), 6 CP

Inhalte:

  1. Grundlagen: Friedens-, Konflikt- und Sicherheitsforschung, (naturwissenschaftliche) Friedensforschung, informatische Friedensforschung
  2. Informatik in Militär, Krieg und Konflikten (Militärische Nutzung von Informatik und Dual-Use-Problematik, Cyberwar: Konflikte im Cyberraum mit Information Warfare, Vulnerabilität und Resilienz kritischer (IT-)Infrastrukturen, Fake News und Social Bots, Terrorismus und terroristische Propaganda in sozialen Medien)
  3. Informatik und Frieden (Mensch-Computer-Interaktion zur Friedensförderung, IT im Kontext politischer Aktivisten, Bekämpfung terroristischer Propaganda)

Grundlagenliteratur:

  • Information Technology for Peace and Security (Reuter, 2019)
  • Naturwissenschaft – Rüstung – Frieden – Basiswissen für die Friedensforschung (Altmann et al., 2017),
  • Einführung in die Friedens- und Konfliktforschung (Imbusch & Zoll, 2010),
  • Frieden schaffen mit anderen Waffen? Alternativen zum militärischen Muskelspiel (Unterseher, 2013),
  • Internationale Beziehungen im Cyberspace (Hansel, 2014)
  • Governing Military Technologies in the 21st Century (O’Meara & O’Meara, 2014)

IV: SecMCI

Sicherheitskritische Mensch-Computer-Interaktion (1025-iv)

jedes Sommersemester ab 2018, 4 SWS (Integrierte Veranstaltung), 6 CP

Mittwochs, 11:40-15:10h

Alle Informationen sind im Moodle-Kurs verfügbar. Um dort Zugriff zu erlangen, müssen Sie sich in TUCaN für den Kurs anmelden.

Inhalte:

  1. Grundlagen und Methoden (Usable Safety; Usable Security; Analyse, Design, Umsetzung, Evaluation; Recht, Ethik und Kultur; Kap. 1-10)
  2. Sicherheitskritische interaktive Systeme (Betriebliche Informationssysteme, Krisenmanagementsysteme, Medizintechnik, Warn- und Assistenzsysteme; Kap. 11-18)
  3. Sicherheitskritische kooperative Systeme (Soziale Medien, Kooperationssysteme, Freiwillige Partizipation, Frieden und Sicherheit; Kap. 19-30)

Grundlagenliteratur: Sicherheitskritische Mensch-Computer-Interaktion (Reuter, 2018)

Ergänzend: Prozessführungssysteme: Sicherheitskritische Mensch-Maschine-Systeme und interaktive Medien (Herczeg, 2014).

Gliederung der Vorlesung:

  1. Einleitung und Überblick
  2. Usable Safety-Engineering sicherheitskritischer interaktiver Systeme
  3. Usability-Engineering und User Experience sicherheitskritischer Systeme
  4. Quantitative Evaluation der Mensch-Computer-Interaktion
  5. Human Factors in Security
  6. Werkzeuge für Usable (Cyber-)Security
  7. Benutzbare Lösungen für den Datenschutz
  8. Ausgewählte rechtliche Implikationen sicherheitskritischer IT
  9. Ethische, rechtliche und soziale Implikationen (ELSI)
  10. Internationale und interkulturelle Aspekte sicherheitskritischer Systeme
  11. Kritische Infrastrukturen und Business Continuity Management
  12. Sicherheitskritische Mensch-Maschine-Interaktion bei Industrie 4.0
  13. IT-Systeme für das Krisenmanagement: Anforderungen, Funktionen und Kategorien
  14. IT-Unterstützung des Regel- und Ausnahmebetriebs von Rettungsdiensten
  15. Sicherheitskritische Mensch-Maschine Interaktion in der Medizin
  16. Die Warnung der Bevölkerung im Katastrophenfall
  17. Menschliche Aspekte bei der Entwicklung von Fahrerassistenzsystemen
  18. Von Fahrerinformation über Fahrerassistenz zum Autonomen Fahren
  19. Soziale Medien in Notfällen, Krisen und Katastrophen
  20. Social Media Analytics für Unternehmen und Behörden
  21. Corporate Shitstorm Management: Konfrontationen in sozialen Medien
  22. Resilienz durch Kooperationstechnologien
  23. IT-basierte Prozessunterstützung für die Sicherheit von Großveranstaltungen
  24. Situationsbewusstsein in Augmented und Virtual Reality Simulation Games
  25. Humanitäre Hilfe und Konzepte der digitalen Hilfeleistung
  26. Einbindung ungebundener Helfer in die Bewältigung von Schadensereignissen
  27. Mobiles Crowdsourcing zur Einbindung freiwilliger Helfer
  28. Informatik für Frieden und Sicherheit
  29. Soziale Medien in politischen Konfliktsituationen
  30. Ausblick