Lehre @ TU

Ziel/Themen

Ziel

Unsere Lehrveranstaltungen adressieren Themen im Bereich Wissenschaft und Technik für Frieden und Sicherheit. Grundsätzlich bestreben wir Forschung und Lehre eng miteinander zu verbinden, um Studierende anhand forschungsnaher Themenstellungen auszubilden. Hierdurch entstehen häufig in Co-Autorenschaft veröffentlichte Ergebnisse, die bereits mehrfach Anerkennung gefunden haben, z.B. im Kontext wissenschaftlicher Best Student Paper Awards (2015; 2013).

Viele unserer Lehrveranstaltungen richten sich sowohl an Studierende der Informatik, als auch der Internationalen Studien/Friedens- und Konfliktforschung. Sie sollen ebenfalls für andere Studiengänge offen sein (Anrechenbarkeit dort nach Absprache).

Lehre im WS 2017/2018

  • Seminar IT für Frieden und Sicherheit
  • (Projekt-)Praktikum Friedens-, Sicherheits- und Kriseninformatik
  • Oberseminar Informatik/Frieden/Sicherheit (Bachelor-/Master-Thesis)

Lehre im SS 2018

  • IV Sicherheitskritische Mensch-Computer-Interaktion
  • Seminar Informatische Friedens-, Konflikt- und Sicherheitsforschung
  • (Projekt-)Praktikum Friedens- und Kriseninformatik
  • Oberseminar Informatik/Frieden/Sicherheit (Bachelor-/Master-Thesis)

Offene Themen…

…für Seminare, (Projekt-)Praktikum, Bachelor und Master-Thesis: Umfang, Schwerpunkt und genaue Ausgestaltung erfolgt basierend auf Ihren Interessen und Kenntnissen sowie abhängig von der Art der zu erbringenden Leistung.

Theorie- und/oder impelementierungsnahe Themen

  1. IT in Konflikt-, Friedens- und Sicherheitsforschung
  2. Bewertung der Verletzlichkeit IT-basierter Infrastrukturen durch Cyber-Angriffe
  3. Erkennung, Verhinderung und Zurechenbarkeit von Cyber-Angriffen
  4. Sicherer Austausch und Handhabung kritischer Informationen zwischen Staaten, bzw. zwischen staatlichen und privaten Stellen
  5. Zusammenhang von politischen/zwischenstaatlichen Handlungsspielräumen und angriffstoleranten Informationsarchitekturen
  6. Neue und alternative Strategien zum Umgang mit Cyber-War
  7. Dual Use Problematik von IT-Lösungen
  8. Analyse und Kontextualisierung des Begriffs Cyber-Peace in die (klassische) Friedensforschung, Informationstechnologie und verwandte Disziplinen

Implementierungsnahe Themen:

  1. Analyse der Identifikation, Herausforderungen und Potenzale von Social Bots oder Implementierung einer serviceorientierten Bot- bzw. Boterkennungs-Schnittstelle (z.B. mit Anbindung an Twitter)
  2. Analyse der Potenziale und Herausforderungen des Einsatzes sowie prototypische Implementierung von (mobilen) Anwendungen (z.B. für Smartphones, -glasses, -watches) für friedens- oder sicherheitsrelevante Kontexten
  3. (Weiter-)Entwicklung bestehender Schnittstellen z.B. zur Sammlung, Analyse und zum Export von (friedens- und sicherheitsrelevanten) Daten aus sozialen Medien
  4. Konfiguration und Weiterentwicklung einer Architektur zur Sammlung, Gewinnung, Qualitätsbewertung und Aggregation von Informationen aus sozialen Medien
  5. Resiliente Digitalisierung in der Landwirtschaft

Diese Liste wird laufend ergänzt, eigene Vorschläge sind willkommen!

Themen können gemäß Ihrer Interessen, Kenntnisse und Schwerpunkte maßgeschneidert angepasst werden. Schreiben Sie uns gerne eine E-Mail!

 

Seminar IT für F/S

Seminar IT für Frieden und Sicherheit

Wintersemester 2017/2018, 2 SWS, Seminar 3 CP, erweitertes Seminar 4 CP, TUCAN-Eintrag

Prof. Dr. Christian Reuter, Marc-André Kaufhold, Thea Riebe

Im Seminar werden fortgeschrittene Themen im Fachgebiet „Wissenschaft und Technik für Frieden und Sicherheit“ (PEASEC) bearbeitet. Basierend auf einer Einführung in grundlegende Konzepte und einer Auffrischung der Techniken wissenschaftlichen Arbeitens werden Themen zur eigenständigen Bearbeitung vergeben, die sich an der aktuellen Forschung orientieren. Diese werden in enger Betreuung bearbeitet. Im Rahmen der Veranstaltung entstehende Arbeiten werden im Anschluss mithilfe eines Review-Verfahrens gegenseitig überprüft, anschließend überarbeitet und abschließend vorgestellt und diskutiert.

Qualifikationsziele/Kompetenzen:

Studierende verstehen nach erfolgreichem Besuch der Veranstaltung die technischen und theoretischen Grundkonzepte informatischer Konzepte für Frieden und Sicherheit. Insbesondere lernen sie:

  • Grundlagen der Friedens-, Konflikt-, und Sicherheitsforschung aus Blickwinkel der Informatik
  • Herausforderungen der IT-Gestaltung und –Nutzung im Kontext von Frieden und Sicherheit
  • Methoden zur Entwicklung sicherheitskritischer Mensch-Computer-Interaktion
  • Selbstständige Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Texten
  • Verfassen wissenschaftlicher Ausarbeitungen – Begutachtung wissenschaftlicher Texte

Ablauf:

  1. Einführung
    • Grundlagen: Wissenschaft und Technik für Frieden und Sicherheit
    • Wiederholung: Methoden wissenschaftlichen Arbeitens
  2. Auswahl und Vergabe von Wunsch-Themen
  3. Besprechen des Exposés
  4. Abgabe der Arbeit
  5. Gegenseitige Begutachtung (Review-Verfahren)
  6. Finale Abgabe
  7. Präsentation der Arbeit

Aktuelle Themen finden Sie unter „Grundsätzliches/Themen“.

Aus der Studienordnung: Seminare dienen der Vertiefung der Ausbildung in einem Fachgebiet, dem Verfeinern der Vortragstechnik sowie der Anleitung zu kritischer Sachdiskussion von Forschungsergebnissen. Ein Seminar hat einen Umfang von 3 CP (Creditpoints). Erweiterte Seminare haben einen Umfang von 4 CP. Bei diesen Seminaren wird erwartet, dass ein Peer-Review-Prozess implementiert ist (gegenseitiges Begutachten der Beiträge).

(Projekt-)Praktikum

(Projekt-)Praktikum Friedens-, Sicherheits- und Kriseninformatik

Wintersemester 2017/2018, 4-6 SWS, Praktikum 6 CP, Projektpraktikum 9 CP, TUCAN-Eintrag

Prof. Dr. Christian Reuter, Marc-André Kaufhold

Das (Projekt-)Praktikum beinhaltet Entwicklungsthemen aus der aktuellen Forschung des Fachgebiets „Wissenschaft und Technik für Frieden und Sicherheit“ (PEASEC). Neben einem generellen Überblick über aktuelle Themen wird ein tiefgehender Einblick in ein spezielles Entwicklungsgebiet vermittelt. Die Themen bestimmen sich aus den spezifischen Arbeitsgebieten der Mitarbeiter und vermitteln technische und einleitende wissenschaftliche Kompetenzen. Die Bearbeitung erfolgt in kleinen Gruppen.

Qualifikationsziele/Kompetenzen:

Die Fähigkeit eine praktische Aufgabe ggf. im Team erfolgreich nach Vorgabe zu bearbeiten und deren Ergebnisse angemessen zu präsentieren. Beispiele sind:

  • Anforderungserhebung und (empirische) Vorstudien
  • Konzeption und Implementierung innovativer Anwendungen
  • Evaluation und Weiterentwicklung bestehender Anwendungen

Aus der Studienordnung:

  • Praktika sind Veranstaltungen in kleinen Gruppen zum Erlernen rationeller Teamarbeit und der exemplarischen Bearbeitung eines komplexen Problems.“ (Studienordnung)
  • „In einem Projektpraktikum wird eine Thematik in Gruppen bearbeitet mit dem Ziel ein gemeinsames zweckorientiertes Produkt zu erstellen. Die Studierenden bestimmen Meilensteine und Arbeitsabläufe weitgehend selbst. Teilaufgaben für das Projekt sollen arbeitsteilig, kooperativ und methodisch geplant bearbeitet werden. Die Lehrenden unterstützen und leiten im notwendigen Umfang zur Projektarbeit an. Zu jedem Projektpraktikum gehört auch eine Präsentation der erzielten Ergebnisse.“ (Studienordnung)

Im (Projekt-)Praktikum werden fortgeschrittene praxisorientierte Themen vergeben, die sich an aktuellen Forschungsinteressen orientieren, die die Studierenden in eigenen Projekten umsetzen sollen. Aktuelle Themen finden Sie unter „Grundsätzliches/Themen“.

Oberseminar

Oberseminar Informatik/Frieden/Sicherheit (Bachelor-/Master-Thesis)

Wintersemester 2017/2018, 2 SWS (OS), TUCAN-Eintrag

Prof. Dr. Christian Reuter

Das Oberseminar dient dem Austausch aktueller Forschungsergebnisse aus dem Themenbereich des Fachgebiets „Wissenschaft und Technik für Frieden und Sicherheit“ (PEASEC). Dies beinhaltet methodische oder thematische Einführungen aktueller wissenschaftlicher Bereiche, die Vorstellung aktueller Ergebnisse von Doktoranden der Fachgruppe sowie von Bachelor- und Masterstudenten, die im Rahmen von Qualifikationsarbeiten (Dissertationen, Masterarbeiten, Bachelorarbeiten) erzielt wurden – oder noch in Bearbeitung sind. Weiterhin finden in diesem Rahmen Gastvorträge aus Wirtschaft und Forschung statt. Die Vortragslänge für Studierende beträgt i.d.R. 20 Minuten zuzüglich einer Diskussion.

Qualifikationsziele/Kompetenzen:

  • Durchführen von Literaturstudien
  • Identifikation wissenschaftlicher Forschungslücken
  • Formulierung von Forschungsfragen und Hypothesen
  • Planung wissenschaftlicher Arbeiten / Verfassen eines Exposés
  • Auswahl und Anwendung wissenschaftlicher Methoden
  • Wissenschaftliche Arbeit in der Informatik
  • Verfassen wissenschaftlicher Texte
  • Begutachtung wissenschaftlicher Texte

Aktuelle Themen finden Sie unter „Grundsätzliches/Themen“.

Termine werden über eine Mailingliste angekündigt.

IV: Cyber-Sicherheit/Krieg/Frieden

Cyber-Sicherheit, -Krieg und -Frieden

Wintersemester 2018/2019, 4 SWS (Integrierte Veranstaltung), 6 CP

Inhalte:

  1. Grundlagen: Friedens-, Konflikt- und Sicherheitsforschung, (naturwissenschaftliche) Friedensforschung, informatische Friedensforschung
  2. Informatik in Militär, Krieg und Konflikten (Militärische Nutzung von Informatik und Dual-Use-Problematik, Cyberwar: Konflikte im Cyberraum mit Information Warfare, Vulnerabilität und Resilienz kritischer (IT-)Infrastrukturen, Fake News und Social Bots, Terrorismus und terroristische Propaganda in sozialen Medien)
  3. Informatik und Frieden (Mensch-Computer-Interaktion zur Friedensförderung, IT im Kontext politischer Aktivisten, Bekämpfung terroristischer Propaganda)

Grundlagenliteratur:

  • Naturwissenschaft – Rüstung – Frieden – Basiswissen für die Friedensforschung (Altmann et al., 2016),
  • Einführung in die Friedens- und Konfliktforschung (Imbusch & Zoll, 2010),
  • Frieden schaffen mit anderen Waffen? Alternativen zum militärischen Muskelspiel (Unterseher, 2013),
  • Sicherheitskritische Mensch-Computer-Interaktion (Reuter, 2018),
  • Internationale Beziehungen im Cyberspace (Hansel, 2014) Governing Military Technologies in the 21st Century (O’Meara & O’Meara, 2014)

Die Veranstaltung findet zu Semesterbeginn als Vorlesung und im Anschluss als Seminar/Übung statt.

  1. Einführungsphase/Vorlesungsphase
  2. Themenfindung für Projekt (Einzelprojekt oder Kleingruppen von 2-4 Studierenden)
  3. Eigenständige Projektphase mit Tutoring durch Dozenten
  4. Abschlusskolloquium / -Präsentationen

IV: Sicherheitskritische MCI

Sicherheitskritische Mensch-Computer-Interaktion

Sommersemester 2018, 4 SWS (Integrierte Veranstaltung), 6 CP

Inhalte:

  1. Grundlagen und Methoden (Usable Safety; Usable Security; Analyse, Design, Umsetzung, Evaluation; Recht, Ethik und Kultur)
  2. Sicherheitskritische interaktive Systeme (Betriebliche Informationssysteme, Krisenmanagementsysteme, Medizintechnik, Warn- und Assistenzsysteme)
  3. Sicherheitskritische kooperative Systeme (Soziale Medien, Kooperationssysteme, Freiwillige Partizipation, Frieden und Sicherheit)

Grundlagenliteratur:

Gliederung der Vorlesung:

  1. Methoden für Usable Safety
    • Usable Safety-Engineering sicherheitskritischer interaktiver Systeme
    • Usability-Engineering und User Experience sicherheitskritischer Systeme
    • Quantitative Evaluation der Mensch-Computer-Interaktion
  2. Methoden für Usable Security
    • Human Factors in Security
    • Werkzeuge für Usable (Cyber-)Security
    • Benutzbare Lösungen für den Datenschutz
  3. Recht, Ethik, Kultur
    • Ausgewählte rechtliche Implikationen sicherheitskritischer IT
    • Ethische, rechtliche und soziale Implikationen (ELSI)
    • Internationale und interkulturelle Aspekte sicherheitskritischer Systeme
  4. Betriebliche Informationssysteme
    • Kritische Infrastrukturen und Business Continuity Management
    • Sicherheitskritische Mensch-Maschine-Interaktion bei Industrie 4.0
  5. Krisenmanagementsysteme und Medizintechnik
    • IT-Systeme für das Krisenmanagement: Anforderungen, Funktionen und Kategorien
    • IT-Unterstützung des Regel- und Ausnahmebetriebs von Rettungsdiensten
    • Sicherheitskritische Mensch-Maschine Interaktion in der Medizin
  6. Warn- und Assistenzsysteme
    • Die Warnung der Bevölkerung im Katastrophenfall
    • Menschliche Aspekte bei der Entwicklung von Fahrerassistenzsystemen
    • Von Fahrerinformation über Fahrerassistenz zum Autonomen Fahren
  7. Soziale Medien
    • Soziale Medien in Notfällen, Krisen und Katastrophen
    • Social Media Analytics für Unternehmen und Behörden
    • Corporate Shitstorm Management: Konfrontationen in sozialen Medien
  8. Kooperationssysteme für Einsatzlagen
    • Resilienz durch Kooperationstechnologien
    • IT-basierte Prozessunterstützung für die Sicherheit von Großveranstaltungen
    • Situationsbewusstsein in Augmented und Virtual Reality Simulation Games
  9. Technologien für Freiwillige Partizipation
    • Humanitäre Hilfe und Konzepte der digitalen Hilfeleistung
    • Einbindung ungebundener Helfer in die Bewältigung von Schadensereignissen
    • Mobiles Crowdsourcing zur Einbindung freiwilliger Helfer
  10. Frieden und Sicherheit
    • Informatik für Frieden und Sicherheit
    • Soziale Medien in politischen Konfliktsituationen

Ein Lehrbuch wird digital bereitgestellt.

Die Veranstaltung findet zu Semesterbeginn als Vorlesung und im Anschluss als Seminar/Übung statt.

  1. Einführungsphase/Vorlesungsphase
  2. Themenfindung für Projekt (Einzelprojekt oder Kleingruppen von 2-4 Studierenden)
  3. Eigenständige Projektphase mit Tutoring durch Dozenten
  4. Abschlusskolloquium / -Präsentationen