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Quelle/Originalartikel auf  tu-darmstadt.de

TU-Professor Christian Reuter erläutert in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, wie soziale Medien ihre Nutzenden binden und manipulieren. Algorithmen werten demnach Interaktionen und Verweildauer aus und spielen bevorzugt Inhalte aus, die starke Emotionen auslösen. Das erhöhe die Wahrscheinlichkeit, dass auch manipulierte oder extremere Beiträge erscheinen. Mit Blick auf den „AI Act“ der Europäischen Union, der eine Kennzeichnung künstlich erzeugter Inhalte vorsieht, betont Reuter die Bedeutung transparenter Hinweise. Wie solche Maßnahmen wirken können, hat er mit seinem Team untersucht: In einer Studie mit 1.000 Teilnehmenden in Deutschland erwies sich das Markieren fragwürdiger Beiträge als wirksam. Reuter äußert sich auch zur Diskussion um ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche. Hier spricht er sich für eine Begrenzung der Nutzungsdauer aus, sieht ein generelles Verbot aber kritisch.

Christian Reuter leitet das Fachgebiet Wissenschaft und Technik für Frieden und Sicherheit (PEASEC) am Fachbereich Informatik, das Informatik mit Friedens- und Sicherheitsforschung verbindet. cst

FAS-Interview: Warum Algorithmen auf Emotionen setzen